Archiv für Geschichte

Alaska

Alaska gehörte von 1728 bis 1867 zu Russland. Nachdem die Pelztierjagd keine Erträge mehr brachte, galt das Gebiet für den russischen Zar als wertlos. Da die USA ihre strategischen Interessen auch auf den Pazifikraum auszurichten begannen, hatten sie im Jahre 1867 AK für 7,2 Mio. US-Dollar gekauft. Die West-Ost- bzw. Nord-Süd-Erstreckung von 1100 km auf 1400 km ergeben eine Fläche von rund 1,6 Mio. km². Bei der Übernahme lebten 20 000 – 30 000 Menschen in Alaska. Inzwischen ist die Einwohnerzahl auf 614 000 und mehr angewachsen.
Einzelne Zuwanderungswellen wurden durch verschiedene Rohstofffunde ausgelöst. Nach längerer öffentlicher Diskussion ist Alaska im Jahr 1959 als US-Bundesstaat anerkannt worden, von vielen Journalisten damals noch als icebox beschrieben. Das Bild der “gefrorenen Wildnis und Abgeschiedenheit” und die punktuelle Ausbeutung der Bodenschätze durch abenteuerlustige Menschen bestimmte lange Zeit die Vorstellung der Amerikaner. Die vergangenen Jahrzehnte und vor allem der Ölboom haben mit dem übrigen Rohstoffpotenzial die Bedeutung für die US-Gesellschaft gezeigt. Dienstleistungen und die neue Telekommunikation vermindern die “zeitliche Entfernung” zu den übrigen 48 Staaten, wodurch eine gewisse Diversifizierung der Wirtschaft möglich wird.
Alaska entwickelte sich zum Rohstoff- und Materiallieferant und wegen seiner besonderen Lage auch zum militär-strategisch bedeutsamen Gebiet. In einzelnen boom-und-bust-(Stagnations-)Zyklen hat sich die Inwertsetzung abgespielt. Immer deutlicher wird für den Staat die wachsende Abhängigkeit vom Gesamtraum USA und von der Weltwirtschaft.

In den ersten Jahrzehnten nach dem Kauf durch die USA wurden der Walfang und die Lachsfischerei ausgebaut. Über 100 Konservierungsfabriken waren entstanden. Berichte über Goldfunde an verschiedenen Standorten haben “Goldrauschwellen” ausgelöst. So war zwischen 1880 und 1900 die Bevölkerungszahl von 3500 auf 80 000 Einwohner angewachsen. Einzelne Boomjahre waren 1880, 1893 und 1896. Wie überall begannen die Bergleute ihre Suche in den Flusssedimenten, den so genannten “Seifen-Lagerstätten”, dann folgte der Abbau von goldhaltigem Gestein. Von Interesse waren zudem Silberfunde und der Abbau von zink- und kupferhaltigen Erzen.
Mit dem Überall der Japaner auf Pearl Harbor 1941 und der Besetzung einer Aleuteninsel erhielt Alaska eine strategische Bedeutung, die sich in den Jahren des Kalten Krieges weiter verstärkte. Durch den Zuzug von Soldaten stieg die Einwohnerzahl in Alaska.

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Die Geschichte Alaskas

Die Geschichte Alaskas begann vor etwa 40000 Jahren, als die ersten Siedler vom asiatischen Kontinent ins Land kamen. Der Meeresspiegel war zu jener Zeit aufgrund der Eiszeit niedriger, und so konnten verschiedene nomadische Völker in das Gebiet des heutigen Alaskas problemlos vordringen. Zu den Ureinwohnern Alaskas gehören unter anderem die Inuit und die Athabascan-Indianer.

Der erste Europäer, der Alaska betrat, war Vitus Bering im Jahr 1741. Er ging im Auftrag des russischen Zars Peter dem Großen bei Kayak Island ans Ufer und erkundete das Land. Die Nachricht von der Artenvielfalt und dem Pelzreichtum Alaskas ging danach rasch um die Welt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die Briten James Cook und George Vancouver nach Alaska. Im Jahr 1784 gab es erste russische Siedlungen im Land, 1789 wurde die Russisch-Amerikanische Gesellschaft gegründet und erhielt zehn Jahre später das Handelsmonopol für Pelze. Am Anfang des 19. Jahrhunderts verloren die Russen zunehmend ihr Interesse an Alaska. Gründe dafür waren unter anderem die zurückgehenden Bestände an Seeottern und Robben, Aufstände mehrerer Indianerstämme, sowie der zunehmende Einfluss der Briten. Darüber hinaus benötigte Russland nach den Krimkriegen Geld und entschied somit Alaska an die Amerikaner zu verkaufen. 1867 übergaben die Russen den Amerikanern das Land zum Preis von 7,2 Millionen Dollar.

Durch Walfang, Lachsfischerei und vor allem Goldfunde in den 1870er Jahren, nahm die Bevölkerung Alaskas rasant zu. Der Goldrausch, der zum Ende des 19. Jahrhunderts in Alaska stattfand, lenkte die Aufmerksamkeit der amerikanischen Regierung auf das abgeschiedene Alaska. Als Folge davon durfte 1906 zum ersten Mal ein nicht stimmberechtigter Delegierter Alaskas in den Kongress einziehen. Bald darauf stimmte der Kongress einer territorialen Regierung Alaskas zu und das Land bekam somit 1912 ein eigenes Parlament. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage Alaskas wurden während des Zweiten Weltkrieges zahlreiche Militärbasen in Alaska aufgebaut. Außerdem entstand während dieser Zeit auch der Alaskan Highway, eine über 2300 km lange Straße, die Alaska mit dem Rest der USA verband. Nach dem Krieg erlebte Alaska einen großen Bevölkerungszuwachs, da zahlreiche Soldaten mit ihren Familien im Land blieben. Schlussendlich wurde Alaska am 3. Januar 1959 zum 49. Bundesstaat der USA erklärt. Ab den 1950er Jahren erlebte die Industrie Alaskas einen regelrechten Aufschwung, da an mehreren Stellen große Ölfunde entdeckt wurden. Auch der Tourismus spielte ab dieser Zeit eine große Rolle für die Wirtschaft Alaskas.