Archiv für 9. Mai 2011

Die Geschichte Alaskas

Die Geschichte Alaskas begann vor etwa 40000 Jahren, als die ersten Siedler vom asiatischen Kontinent ins Land kamen. Der Meeresspiegel war zu jener Zeit aufgrund der Eiszeit niedriger, und so konnten verschiedene nomadische Völker in das Gebiet des heutigen Alaskas problemlos vordringen. Zu den Ureinwohnern Alaskas gehören unter anderem die Inuit und die Athabascan-Indianer.

Der erste Europäer, der Alaska betrat, war Vitus Bering im Jahr 1741. Er ging im Auftrag des russischen Zars Peter dem Großen bei Kayak Island ans Ufer und erkundete das Land. Die Nachricht von der Artenvielfalt und dem Pelzreichtum Alaskas ging danach rasch um die Welt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die Briten James Cook und George Vancouver nach Alaska. Im Jahr 1784 gab es erste russische Siedlungen im Land, 1789 wurde die Russisch-Amerikanische Gesellschaft gegründet und erhielt zehn Jahre später das Handelsmonopol für Pelze. Am Anfang des 19. Jahrhunderts verloren die Russen zunehmend ihr Interesse an Alaska. Gründe dafür waren unter anderem die zurückgehenden Bestände an Seeottern und Robben, Aufstände mehrerer Indianerstämme, sowie der zunehmende Einfluss der Briten. Darüber hinaus benötigte Russland nach den Krimkriegen Geld und entschied somit Alaska an die Amerikaner zu verkaufen. 1867 übergaben die Russen den Amerikanern das Land zum Preis von 7,2 Millionen Dollar.

Durch Walfang, Lachsfischerei und vor allem Goldfunde in den 1870er Jahren, nahm die Bevölkerung Alaskas rasant zu. Der Goldrausch, der zum Ende des 19. Jahrhunderts in Alaska stattfand, lenkte die Aufmerksamkeit der amerikanischen Regierung auf das abgeschiedene Alaska. Als Folge davon durfte 1906 zum ersten Mal ein nicht stimmberechtigter Delegierter Alaskas in den Kongress einziehen. Bald darauf stimmte der Kongress einer territorialen Regierung Alaskas zu und das Land bekam somit 1912 ein eigenes Parlament. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage Alaskas wurden während des Zweiten Weltkrieges zahlreiche Militärbasen in Alaska aufgebaut. Außerdem entstand während dieser Zeit auch der Alaskan Highway, eine über 2300 km lange Straße, die Alaska mit dem Rest der USA verband. Nach dem Krieg erlebte Alaska einen großen Bevölkerungszuwachs, da zahlreiche Soldaten mit ihren Familien im Land blieben. Schlussendlich wurde Alaska am 3. Januar 1959 zum 49. Bundesstaat der USA erklärt. Ab den 1950er Jahren erlebte die Industrie Alaskas einen regelrechten Aufschwung, da an mehreren Stellen große Ölfunde entdeckt wurden. Auch der Tourismus spielte ab dieser Zeit eine große Rolle für die Wirtschaft Alaskas.

Tourismus in Alaska – ein Überblick

Alaska, ein zu den Vereinigten Staaten von Amerika gehörender Bundesstaat, ist ein eher ungewöhnliches Reiseziel. Dennoch besuchen jährlich etwa eine Million Touristen dieses kalte Land, denn die unberührte Natur hat durchaus ihren Reiz und ist weltweit einzigartig. Auch ist Alaska das am dünnsten besiedelte Land der Welt – einem entspannten Urlaub fernab jeder Zivilisation steht hier also nichts mehr im Wege. Tatsächlich sind die Entfernungen innerhalb Alaskas so enorm, dass man häufig nur mit dem Boot oder dem Wasserflugzeug von einer Attraktion zur nächsten gelangt.

In der Sprache der Eskimos bedeutet das Alaska wörtlich übersetzt “großes Gelände”und tatsächlich sind die Dimensionen in Alaska enorm. Beispielsweise kann man auf dem Festland mehr als 50.000 Gletscher, 3.000 Flüsse und sage und schreibe drei Millionen Seen entdecken – eine schier unvorstellbare Zahl. 1.800 Inseln zählen zum Land Alaska; die Küstenlänge beträgt knapp 55.000 Kilometer.

Zahlreiche Superlative kann man in Alaska bestaunen, unter anderem den 6.194 Meter hohen Mount McKinley, den höchsten Berg Nordamerikas. Dies ist jedoch nur einer von zahlreichen schneebedeckten Erhebungen in Alaska. Die unbeschreibliche Natur des Landes wird in zahlreichen Nationalparks geschützt – viele dieser Parks sind für Touristen zugänglich. Fjorde und Gletscher bestimmen das Bild der Landschaft Alaskas. Gut kann man diese übrigens auch im Rahmen einer Kreuzfahrt erkunden – ein Angebot, welches von vielen Touristen gerne genutzt wird. Von Seattle oder dem kanadischen Vancouver beispielsweise werden regelmäßig Luxuskreuzfahrten angeboten. Die Beobachtung von Walen – eines der Highlights bei einem Urlaub in Alaska – ist von solch einem Schiff aus am besten möglich.

Versäumen sollte man als Tourist in Alaska auch nicht die unzähligen Naturphänomene – absolutes Highlight stellt sicher das Polarlicht dar.
Der Tourismus in Alaska ist übrigens recht jung. Alaska trat als 49. Bundesstaat den Vereinigten Staaten von Amerika bei – früher reisten nur Abenteurer in diese Region.

Doch nicht nur die unberührte Natur macht Alaska zu einem der Traumziele unserer Welt schlechthin, auch einige interessante Städte kann man in Alaska entdecken. Größte Städte des Landes sind Anchorange und Fairbanks.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub in Alaska ist schwer zu bestimmen. Wer Tiere – insbesondere die Bären Alaskas beim Lachsfang – beobachten möchte, sollte im Frühjahr oder Sommer in das Land reisen. Im Sommer beeindruckt zudem das lange Tageslicht, während der Herbst die farblich stimmigsten Bilder liefert. Jedoch kann es im Herbst in der Nacht schon bedenklich kalt werden. Wer im Winter nach Alaska reisen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius durchaus keine Seltenheit sind.

Reisebericht Alaska Urlaub

Alaska ist nicht nur der größte, sondern auch der aufregendste Bundesstaat der USA. Hier ist ein Urlaub inmitten unberührter Natur möglich. Alaska liegt im äußersten Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents. Die Landschaft ist von zahlreichen Gebirgsketten durchzogen, der Yukon River stellt den bekanntesten Fluss des Staates dar. In einem Urlaub profitiert man vom kontinentalen Klima, die Winter sind eisig kalt und im Sommer steigt das Thermometer selten über 15 Grad Celsius.

Alaska zeichnet sich durch eine Reihe von Nationalparks aus. Viele Naturliebhaber kommen eigens hierher, um die landschaftliche Schönheit auszukosten. Im Südosten befindet sich der Wrangell-St.-Elias-Nationalpark, er zählt zu den größten Naturschutzgebieten des Landes. Von Anchorage aus ist er ganz leicht über den Glenn Highway zu erreichen, Besucher sind bereits auf der Fahrt von den schneebedeckten Bergen und Wäldern fasziniert. Das Gebiet beherbergt eine uralte Kupfermine, die baulichen Überreste können noch heute besichtigt werden. Im Sommer bekommt man die volle Schönheit des Nationalparks geboten, dann blickt man auf den Chitina River und eine besonders reichhaltige Flora. Wenn man Glück hat, lassen sich sogar Grizzlys oder Schwarzbären blicken.

Auf der Reise sollte man den Denali-Nationalpark in Zentralalaska nicht außer Acht lassen, eine Trekkingtour durch die eindrucksvolle Gletscherlandschaft bietet sich ideal an. Man entdeckt weite, grüne Wiesen, im Hintergrund ragen schneebedeckte Berge empor. Der Mount McKinley bildet mit nahezu 6.200 Metern die höchste Erhebung. Der Park bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, viele Reisende kampieren im Wohnmobil oder Zelt. Im Winter nutzt man ferner die Gelegenheit, eine aufregende Hundeschlittentour durch die eisige Landschaft zu unternehmen. Am Abend tauscht man sich beim prasselnden Lagerfeuer über das Erlebte aus.

Die Städte sollten bei einem Urlaub wahrlich nicht ausgelassen werden, die meisten befinden sich inmitten einer traumhaften Landschaft. Anchorage ist, aufgrund der Nationalparks, ein gern besuchtes Reiseziel. Hier treffen Moderne und unberührte Natur aufeinander. Die Stadt beherbergt, neben einem Flughafen, eine Reihe von Restaurants, Cafés und Geschäften, ein Stadtbummel lohnt sich. Gäste besuchen beispielsweise das Museum of History oder nutzen ihren Aufenthalt für eine musikalische Darbietung im ortsansässigen Konzerthaus. Inmitten der Stadt trifft man ferner auf den Alaska Botanical Garden. Auf einer Gesamtfläche von über 445.000 Quadratmetern lassen sich heimische Pflanzen und Kräuter bestaunen.

Zweitgrößte Stadt ist Fairbanks, sie befindet sich im Hinterland Alaskas. Liebhaber des Kanusports sind hier genau richtig, nahezu überall bieten sich attraktive Freizeitmöglichkeiten an. Wandern, Angeln und Skifahren stehen dabei ganz oben auf der Liste. In Fairbanks findet ebenso ein weltberühmtes Hundeschlittenrennen statt. Der Ort bietet Fahrten mit historischen Raddampfern an, an Bord kann man unter anderem von den kulinarischen Köstlichkeiten des Landes probieren. Im Pioneer Park lernen Besucher mehr über die Geschichte von Fairbanks kennen, daneben hält er einige Attraktionen für seine Gäste bereit. Eine historische Eisenbahnfahrt bleibt beispielsweise noch lange im Gedächtnis.

Arbeitsmöglichkeiten für Ausländer in Alaska

Alaska ist der nördlichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und mit 1.717.854 km², von denen 1,481,346 km² auf Land entfallen, auch der flächenmäßig ­größte. 1867 kauften die USA das Gebiet von Russland. Alaska wird auch als “Last Frontier” bezeichnet, was übersetzt “Letzte Grenze” bedeutet, da Teile Alaskas mit ihrer geografisch östlichsten Lage in den USA nahe bei Russland liegen. Die Bevölkerungszahl Alaskas ­ist die viertniedrigste im Durchschnitt aller Bundesstaaten Amerikas, lediglich 0,22 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt in Alaska, das 1959 zum 49. Bundesstaat erklärt wurde.

Alaska ist sehr gut unter den wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaaten positioniert. Es belegt auf der Erfolgsskala den sechsten Rang. So betrug das Bruttoinlandprodukt pro Kopf im Jahre 2006 43.748 US Dollar, während der nationale Durchschnittswert bei 37.714 US Dollar lag. Dieser überdurchschnittliche Wohlstand begründet sich in den reichen Ölvorkommen Alaskas. Viele Einwohner Alaskas sind in der Ölindustrie beschäftigt, aber auch für alle anderen Einwohner des Bundesstaats ergeben sich aus den Aktivitäten im Ölgeschäft Zusatzeinkommen. So gibt es dort ­den Alaska Permanent Fund, der als Stiftung die Aufsicht und Verwaltung über die Einnahmen aus dem Ölgeschäft hat sowie die Aufgabe, den jährlichen Gewinn an die Bewohner Alaskas zu gleich großen Teilen auszuschütten. Diese das Ölgeschäft betreffende Regelung ist in den USA einmalig und nur für Alaska gültig. Die erst Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts entdeckten großen Erdölvorkommen weisen Alaska eine wichtige Position auf dem Weltmarkt für Rohöl zu. Auch über Kohlevorkommen verfügt der Bundesstaat. Gold, Silber, Kupfer, Blei und Eisen werden in den Minen in den Bergen abgebaut. Neben den reichen Bodenschätzen gibt es auch ausgedehnte zusammenhängende Waldgebiete, und so ist die Holz- und Papierindustrie eine weitere wichtige Quelle des Reichtums.

Es ­ergeben sich somit für Ausländer, die in Alaska arbeiten wollen, zahlreiche Möglichkeiten. Zuvor muss jedoch eine Arbeitserlaubnis bei der Einwanderungsbehörde der USA eingeholt werden, die den Zuzug von Arbeitnehmern aus dem Ausland über die Erteilung der sogenannten “­Green Card” regelt. Die offizielle Bezeichnung für diese zeitlich unbeschränkte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis lautet United States ­Permanent Resident Card. Die Beantragung der Karte kann in unterschiedlichen Kategorien erfolgen. Die US-Behörden unterscheiden anhand verschiedener Kriterien. So kann beispielsweise ein Kriterium für die Erteilung einer Green Card das Faktum sein, dass die betreffende Person von nationaler Bedeutung für die USA ist wie hochrangige Forscher, Künstler oder Sportler. Für alle anderen gilt, dass die Beantragung nur dann möglich ist, wenn ein entsprechendes Arbeitsplatzangebot vorhanden ist. Dies betrifft jedoch nur qualifizierte Personen mit höherem Schulabschluss oder Facharbeiter mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung und andere Arbeitskräfte, die in den USA gesucht werden. Für Arbeitskräfte ohne spezielle Ausbildung oder Kenntnisse ist mit extrem langen Wartezeiten zu rechnen.

Sehenswürdigkeiten in Alaska

Alaska ist ein eher ungewöhnliches Reiseziel – wer hier seinen Urlaub verbringt, wird dies vermutlich hauptsächlich wegen der beeindruckenden und unberührten Natur tun. Dies ist gleichzeitig die eigentliche Sehenswürdigkeit dieses kalten Landes: eine zum Teil völlig intakte Natur, die ihresgleichen sucht.

Eine der Top Sehenswürdigkeiten in Alaska sind die Bären, die hier in freier Wildbahn leben. Die Beobachtung dieser stolzen Tiere sollte daher ganz oben auf dem Reiseplan stehen. Nicht umsonst ist Alaska auch bekannt als “Bear Country” – hier leben nicht nur Schwarz-, Braun- und Grizzlybären, ein besonderes Highlight sind natürlich auch die Eisbären, welchen man in Alaska fast überall begegnet. Ein besonders geeigneter Ort für solche Bärenbeobachtungen ist Brooks River, ein Nationalpark im Südwesten des Landes.

Doch auch der Glacier Bay National Park, welcher auf der Naturerbeliste der UNESCO steht, sollte bei einem Urlaub in Alaska nicht versäumt werden. Hier besonders beeindruckend sind die Wale; unter anderem leben in diesem Nationalpark Orcas und Buckelwale. Dieser Park kann übrigens nur mit dem Flugzeug oder dem Schiff erreicht werden. Ebenso beeindruckend sind natürlich die für den Park typischen Gletscher und Fjorde, ein wahrhaft traumhaftes Naturphänomen, welches wahre Postkartenmotive bietet.

Lohnenswert ist aber auch ein Besuch des Denali-Nationalparks, denn hier befindet sich der höchste Berg Nordamerikas, der Mount McKinley. Wanderer und Wildwasserfahrer werden hier ebenso auf ihre Kosten kommen wie Bergsteiger.
Der Wrangell-St.-Elias-Nationalpark im Süden Alaskas wiederum ist der größte Nationalpark der Vereinigten Staaten; neun der 16 größten Erhebungen der USA befinden sich in diesem Park.

Nicht nur die Nationalparks des Landes Alaska jedoch sind einen Besuch wert, auch einige interessante Städte gibt es im Land durchaus. Fairbanks beispielsweise ist eine dieser Städte; von dieser nur 20 Kilometer entfernt befindet sich North Pole, die angebliche Heimat von Santa Clause.

Ebenso sollte man zumindest einen der sogenannten National Monuments besichtigen – von diesen gibt es in Alaska insgesamt fünf. Besonders beeindruckend scheint Admiralty Island, eine Insel, die vor allem für ihre zahlreichen Braunbären bekannt ist. Im Spätsommer und im Herbst ist es eine Freude, den Tieren beim Lachsfang zuzusehen.

Etwas schwer zugänglich ist das Aniakchak National Monument and Preserve; hier ein Highlight ist der Kratersee Surprise Lake. Besucher erreichen dieses geschützte Gebiet ausschließlich mit dem Wasserflugzeug.