Die Geschichte Alaskas begann vor etwa 40000 Jahren, als die ersten Siedler vom asiatischen Kontinent ins Land kamen. Der Meeresspiegel war zu jener Zeit aufgrund der Eiszeit niedriger, und so konnten verschiedene nomadische Völker in das Gebiet des heutigen Alaskas problemlos vordringen. Zu den Ureinwohnern Alaskas gehören unter anderem die Inuit und die Athabascan-Indianer.
Der erste Europäer, der Alaska betrat, war Vitus Bering im Jahr 1741. Er ging im Auftrag des russischen Zars Peter dem Großen bei Kayak Island ans Ufer und erkundete das Land. Die Nachricht von der Artenvielfalt und dem Pelzreichtum Alaskas ging danach rasch um die Welt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die Briten James Cook und George Vancouver nach Alaska. Im Jahr 1784 gab es erste russische Siedlungen im Land, 1789 wurde die Russisch-Amerikanische Gesellschaft gegründet und erhielt zehn Jahre später das Handelsmonopol für Pelze. Am Anfang des 19. Jahrhunderts verloren die Russen zunehmend ihr Interesse an Alaska. Gründe dafür waren unter anderem die zurückgehenden Bestände an Seeottern und Robben, Aufstände mehrerer Indianerstämme, sowie der zunehmende Einfluss der Briten. Darüber hinaus benötigte Russland nach den Krimkriegen Geld und entschied somit Alaska an die Amerikaner zu verkaufen. 1867 übergaben die Russen den Amerikanern das Land zum Preis von 7,2 Millionen Dollar.
Durch Walfang, Lachsfischerei und vor allem Goldfunde in den 1870er Jahren, nahm die Bevölkerung Alaskas rasant zu. Der Goldrausch, der zum Ende des 19. Jahrhunderts in Alaska stattfand, lenkte die Aufmerksamkeit der amerikanischen Regierung auf das abgeschiedene Alaska. Als Folge davon durfte 1906 zum ersten Mal ein nicht stimmberechtigter Delegierter Alaskas in den Kongress einziehen. Bald darauf stimmte der Kongress einer territorialen Regierung Alaskas zu und das Land bekam somit 1912 ein eigenes Parlament. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage Alaskas wurden während des Zweiten Weltkrieges zahlreiche Militärbasen in Alaska aufgebaut. Außerdem entstand während dieser Zeit auch der Alaskan Highway, eine über 2300 km lange Straße, die Alaska mit dem Rest der USA verband. Nach dem Krieg erlebte Alaska einen großen Bevölkerungszuwachs, da zahlreiche Soldaten mit ihren Familien im Land blieben. Schlussendlich wurde Alaska am 3. Januar 1959 zum 49. Bundesstaat der USA erklärt. Ab den 1950er Jahren erlebte die Industrie Alaskas einen regelrechten Aufschwung, da an mehreren Stellen große Ölfunde entdeckt wurden. Auch der Tourismus spielte ab dieser Zeit eine große Rolle für die Wirtschaft Alaskas.